Eine Frau läuft bei blauem Himmel glücklich über ein Feld.
Wie effektiv ist EMS-Training wirklich?
EMS Training: Mit Strom und wenig Zeitaufwand zu einem muskulösen Körper – Wird ein Traum jetzt wahr?
Veröffentlicht am
8.4.2022

Wer schön sein will, muss leiden und sich viele zähe Stunden im Fitnessstudio quälen. Und das zwischen Fulltime-Job, Haushalt, Familie und anderen alltäglichen Verpflichtungen. Ein Kraftakt, der nicht selten zum Scheitern verurteilt ist. Denn es fehlt schlichtweg die Zeit. Die Lösung heißt jetzt: EMS Training. EMS Studios haben zuletzt immer mehr den Fitnessmarkt erobert und erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei Sportbegeisterten und Abnehmwilligen gleichermaßen. Aber kann das neue Super Power Training auch halten, was es verspricht?

Ein großes Schwimmbad befindet sich im Erdgeschoss eines zweistöckigen Premium Fitness Clubs.

Was ist EMS Training?

Der Kurzbegriff EMS steht für Elektromyostimulation und bedeutet, dass der Körper mit erzeugten Stromimpulsen angekurbelt wird, und zwar während einer Trainingseinheit. Diese durch den Strom zusätzlich herbeigeführten Reize verstärken die körpereigenen Reize der Muskeln und beschleunigen damit faktisch das Trainingsresultat. Die strombetriebene Trainingsmaßnahme soll laut Experten zu mehr Fitness, zügigem Fettabbau und dem gewünschten Traumkörper verhelfen.

Was das Training mit Strom bezweckt

Die Behandlung mit Strom ist in der Medizin nicht neu. Strom wird zum Beispiel häufig von Physiotherapeuten zur Regenerierung des Muskelapparates eingesetzt. Was in der Medizin inzwischen anerkannt ist, soll jetzt im Fitnessbereich die ultimative Lösung sein? Ja! Gefährlich? Nein! Denn der eingesetzte Strom ist niedrig frequentiert und wird erst nach vorheriger Überprüfung der allgemeinen körperlichen Verfassung eingesetzt.
Sportliche Anstrengung oder erhöhte körperliche Betätigung führt in der Regel zum Zusammenziehen der Muskeln. Schon bei relativ normaler oder gewöhnlicher Anstrengung leiten die Nerven eigene Impulse an die Muskeln weiter, was eine Kontraktion der Muskeln hervorruft. Wenn jetzt noch ergänzend ein elektrischer Impuls aktiviert und zugeführt wird, entsteht eine optimale Beanspruchung des Muskels. Das Training wird durch Strom sukzessive schweißtreibender und damit auch wirksamer. An die erhöhte komprimierte Belastung passt sich schließlich der geforderte Muskelapparat an. Der beabsichtigte Muskelaufbau gelingt viel schneller.

Rein in die Spezialbekleidung

Der Sportler trainiert mit entsprechender Funktionskleidung. In einem hautengen Anzug, einem Hüftgurt, einer Weste und Manschetten sind bereits Elektroden eingearbeitet. Üblicherweise wird der Anzug noch mit Wasser befeuchtet, weil Wasser den Strom besser leitet. Die spezielle Kleidung wird mit einem Gerät über Kabel verbunden. Das Gerät erzeugt den Strom, der jetzt diverse Bereiche des Körpers, die trainiert werden, stimuliert.

Brät der Strom das Fett weg?

Ganz so einfach wie es klingt, läuft es mit der Fettverbrennung und dem Abnehmen nicht. Das Training wird nämlich durch den zugeführten Strom extrem anstrengend und fordernd. Disziplin und Durchhaltevermögen sind also, wie bei jedem anderen Sport auch, gefragt. Denn nicht Strom allein bringt den Erfolg, sondern lediglich eine geschickte Kombination von Strom und Fitnesstraining.

Absolute Effektivität

Muskeln bestehen aus verschiedenen Fasertypen. Die des Typ 1 sind die langsameren Fasern, die bei gewohnter körperlicher Belastung beansprucht werden. Die Fasern des Typ 2 sind die kräftigen Fasern, die vor allem für einen langfristigen Muskelaufbau bedeutsam sind und erst beansprucht werden, wenn das Training härter wird. EMS kann beide Fasern beanspruchen, auch und gerade die tiefer liegenden. Experten bescheinigen EMS eine besondere Effizienz, weil es Muskelmasse zügig aufbaut und die Muskulatur rascher wachsen lässt als ein herkömmliches Krafttraining.

Gleichmäßigkeit und Synchronität

Das Training mit EMS erfolgt innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens. Gezielt wird ein Ganzkörpertraining durchgeführt. Damit werden nicht mehr nur einzelne Muskelgruppen aufgebaut, sondern in einer kompakten Trainingseinheit werden alle wichtigen Regionen des Körpers wie Oberkörper, Arme, Bauch und Beine gleichzeitig abgedeckt.

Zeitersparnis

Wir sind alle keine Promis, zu deren Job tägliches und stundenlanges Training gehört. Wir müssen uns wertvolle Zeit des Tages frei schaufeln, um unseren Körper fit zu halten. Deswegen ist Training mit Strom so ideal, weil schon nach kurzer Zeit und wenig Trainingseinheiten sichtbare Erfolge deutlich zu erkennen sind. Das steigert die Motivation und erleichtert es ungemein, eine gesunde Balance zwischen Sport und Arbeitsalltag zu schaffen.

Intensive Trainerbetreuung

Das Training mit EMS ist eine gute Ergänzung zum konventionellen Kraft- und Ausdauertraining. Üblicherweise gibt ein Trainer die Übungen vor und steuert währenddessen die Stromzufuhr für die jeweilige Körperpartie. Mehr als ein- bis zweimal die Woche sollte das Training nicht stattfinden. Erholungspausen vom Strom sind absolut notwendig!

Wichtig: Das Training mit Strom ersetzt keinesfalls ein regelmäßiges Konditionstraining!

Strom an!

EMS funktioniert tatsächlich, ist aber kein Garant für eine gesunde Fitness und einen Traumbody. Hierfür bedarf es noch weiterer wichtiger Faktoren wie Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und ausgewogene Ernährung. Der regelmäßige Einsatz körperlicher Bewegung bleibt ebenfalls unverzichtbar. Was EMS aber anderen Trainingsmethoden Voraus hat: In kürzerer Zeit kann schneller ein Erfolg erzielt werden. In diesem Sinne gilt: Ran an die Elektroden und Sport frei!

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